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Literatur

Hier finden Sie eine Auflistung der von uns verwendeten Literaturquellen.

Oxidativer Stress

Bis heute wurden zum Thema „Oxidativer Stress“ und „Oxidative Stressparameter“ über 23.000 wissenschaftliche Beiträge (Reviews und Fachartikel) verfasst, davon über 5.000 Fachbeiträge über oxidative Stressparameter. Die Anzahl ist weiterhin stark steigend und damit wird sichtbar, wie brennend dieses Thema in unserer Gesellschaft ist. So wird auch im täglichen Leben der Begriff Oxidativer Stress sehr häufig bei Stressbelastungen, Burn Out, Depressionen und Müdigkeitserscheinungen verwendet.

Oxidativer Stress und Krankheiten

Oxidativer Stress ist in 70% aller Krankheiten primär bzw. sekundär involviert (Atherosklerose, Diabetes, Neurodegenerative Krankheiten, rheumatoide Arthritis bis hin zu Krebs) und daher an bis zu ca. 70% aller Todesursachen beteiligt.

Oxidativer Stress ist eine Dysbalance zwischen oxidativen und. antioxidativen Prozessen, welche durch Freie Radikale (FR) ausgelöst werden.

Vor allem im Alter spielen Erkrankungen, die durch Oxidativen Stress entstehen und die wiederum selbst Oxidativen Stress auslösen, eine entscheidende Rolle. Damit wird bei einer immer älter werdenden Gesellschaft diese Thematik weiter verschärft.

Übersicht über die häufigsten Todesursachen

Was bedeutet „Oxidativer Stress“?

Dieser Begriff wurde von Prof. Siess in den 90iger Jahren im letzten Jahrhundert geprägt.

In unserem Körper finden zu jeder Zeit Prozesse statt, welche oxidativ bzw. antioxidativ sind. Beide Prozesse sollten immer in einem Gleichgewicht stehen. Wird aber die Menge an oxidativen Prozessen höher, so spricht man von Oxidativem Stress.

Die Erhöhung der oxidativen Prozesse in unserem Körper hängt unmittelbar mit Radikalen und deren weiteren Verbindungen, den reaktiven Sauerstoff- und Stickstoffspezies (RONS), zusammen, und/oder mit einem Verlust an Antioxidantien, wie Vitamine und Spurenelemente.

Definition “Oxidativer Stress”

OXIDATIVER STRESS
=
DYSBALANCE
ZUGUNSTEN DER OXIDANTIEN vs. ANTIOXIDANTIEN
(EXOGEN bzw. ENDOGEN)

Zur Verdeutlichung der Definition sind hier die wichtigsten Einflüsse auf den menschlichen Körper angeführt

Gegenüberstellung Antioxidantien - Oxidantien

Antioxidantien Oxidantien
  • Enzymatisch regulierte Systeme:
    - Vitamine
    - Spurenelemente
  • nicht enzymatisch regulierte Systeme:
    - Vitamine E, C
    - Glutathion
  • Strahlung
  • Gifte (Metalle, Pestizide, Partikel,Medikamente, uvm.)
  • Radikale (Freie Radikale + RONS)
  • Ozon

 

Was Sind Freie Radikale (FR)

Ein in Zusammenhang mit dem Oxidativen Stress benutzter Begriff, sind die sogenannten „Freien Radikale“.

Definition “Freie Radikale”

Als Freie Radikale bezeichnet man Atome oder Moleküle mit mindestens einem oder mehreren ungepaarten Elektronen, die besonders reaktionsfreudig sind.

Radikale bilden sich durch verschiedenste Einflüsse auf Atome und Moleküle, wie Hitze, UV-Strahlung (Photolyse), Röntgen- und andere ionisierende Strahlung sowie elektrochemisch durch Oxidation bzw. Reduktion.

Die meisten Radikale sind sehr reaktiv und daher kurzlebig (< 1 Sekunde). Freie Radikale reagieren innerhalb sehr kurzer Zeit mit anderen Substanzen in ihrem Umfeld. Es entstehen schädliche Substanzen auf Basis von reaktivem Sauerstoff und Stickstoff. Diese werden allgemein unter dem Begriff „RONS“ (Reaktive Sauerstoff- und Stickstoff-Spezies) zusammengefasst.


Definition “RONS”

Reaktive Sauerstoff- und Stickstoff-Spezies (RONS) sind langlebige schädliche Substanzen, die aufgrund von freien Radikalen gebildet werden.

Diese sind im Vergleich zu Freien Radikalen langlebigere Substanzen, die durch Be- und Überlastung des Körpers (Erkrankung, Operation, Verletzung, Ischämien, Reperfusion und Sport) im Organismus entstehen können.

Diese Vorgänge werden als „Oxidativer Stress“ bezeichnet, wobei bei diesen Vorgängen sowohl die Sauerstoff- (ROS) als auch die Stickstoffsubstanzen (RNS) beteiligt sind und aufgrund ihres erhöhten Vorkommens im Organismus nicht mehr durch regulierte Mechanismen (enzymatische Reaktionen) eliminiert werden können (siehe auch 1.2.a.).


Überblick über Freie Radikale und RONS

  • Chemische Reagenzien:
    OH*-, O2*- , H2O2, HOCl, HOBr, 1O2, ONOO [(NO* + O2*- bzw. NO2* + OH*])
  • Aktivierte Phagozytose
    (oxidative burst activity)
  • Freie Metalle wie Fe2+, Cu1+
  • γ-Strahlung in Gegenwart von O2
  • UV Licht, Ozon
  • Lipid Peroxidation (HNE, MDA, Acrolein)

 


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